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Freitag, 15. Mai 2015

Bizau

14.5.2015

Im Vorarlberger Bizau im Bregenzerwald wurde ein Fußballspiel besucht. 1.000 Menschen leben hier.

Straßenszene


Die Kirche geht auf das Jahr 1472 zurück.


Eine Stele vor der Kirche, in Sichtweite des Kriegerdenkmals am Friedhof, erinnert an den Ersten Weltkrieg. Sie gehört zur Ausstellungsreihe Der Bregenzerwald im Ersten Weltkrieg. Diese thematisiert mit solchen Stelen in zwölf Ortschaften im Zeitraum des Krieges 100 Jahre danach, von 1. August 2014 bis 11. November 2018, die Auswirkungen des Krieges auf die Bevölkerung hier fernab des Kampfgeschehens und die Erlebnisse und Erzählungen der Knechte und Bauernsöhne, die von den Bergen an entfernte Orte in ganz Europa verfrachtet wurden, um dort für den Habsburgerkaiser andere Menschen umzubringen und selbst getötet zu werden. Zuhause in Vorarlberg waren wie überall in der Monarchie nun öffentliche Zusammenkünfte verboten, das Briefgeheimnis aufgehoben und alle Zeitungen staatlich zensuriert.


Die Stele erzählt von schwerverletzten und invaliden Soldaten, die nach Bizau zurückkamen. Vom 1. und 2. Tiroler Kaiserjägerregiment, in denen die meisten Vorarlberger eingereiht waren, waren schon nach wenigen Kriegsmonaten 1914 drei Viertel der Soldaten tot oder verwundet. Aus der Bizauer Pfarrchronik wird hier zitiert, dass die ersten Männer, die 1914 am 1. August in den Krieg abfuhren noch feierlich verabschiedet wurden. „Das 2. Mal wußte man zuviel schon, darum gab es Tränen und Schluchzen bei Einrückenden und Angehörigen, ein Anblick, der Steine hätte erwichen können.“


Tiere

Sonntag, 18. Januar 2015

Wien im Ersten Weltkrieg




Wien im Ersten Weltkrieg
Stadtalltag in Fotografie und Grafik
Wien Museum
18.10.2014 bis 18.1.2015








Am vorletzten Tag wurde die Sonderausstellung im Wien Museum besucht, in dem Fotografieren nicht erlaubt ist. Daher ist der Blogeintrag etwas kahl − was letzlich dem Museum zum Nachteil gereicht.

Die Ausstellung beschäftigt sich mit Szenen des Alltaglebens in Wien während des Ersten Weltkriegs, die anhand von Fotografien und (Propaganda-)Plakaten dargestellt werden. Eindrücklich sind ein Stadtplan Wiens, auf dem nicht nur die Kasernen und Militäreinrichtungen dargestellt sind sondern auch die vielen öffentlichen Gebäude eingezeichnet sind, die zu Spitälern umfunktioniert wurden um viele zehntausende Kriegsverletzte zu beherbergen. Das goldene Wienerherz wird anschaulich an einem amtlichen Plakat der Stadt Wien gezeigt, mit dem Kriegsflüchtlinge aus Galizien 1915 aufgefordert werden, in ihr soeben wiedererobertes Land zurückzukehren. Es blieb dort aber ein Kriegsgebiet. 1916 waren die Zurückgekehrten nach der nächsten russischen Offensive wieder auf der Flucht. Beklemmend sind immer wieder die Plakate die zum Sammeln diverser Lebensmittelabfälle auffordern, die in der hungernden Stadt wiederverwertet wurden.

Die Ausstellung gibt kein Gesamtbild des Stadtalltags im Ersten Weltkrieg, aber lässt einen Blick auf dessen Widerspiegelung in Fotografie und Plakaten werfen.



Sonntag, 26. Oktober 2014

Die Steiermark und der Große Krieg, Museum im Palais

Graz, 25.10.2014

Vor eins zwei Fußballspielen wurde in Graz das Museum im ehemaligen Palais Herberstein besucht, wo derzeit eine Ausstellung zur Steiermark im Ersten Weltkrieg zu sehen ist.



Die Steiermark und der Große Krieg
Universalmuseum Joanneum, Museum im Palais (Palais Herberstein)
28.6.2014−5.7.2015


Zu Beginn der Ausstellung wird als Einführung dargestellt, dass die Steiermark bis 1918 anders aussah, tief ins heutige Slowenien reichte, es mit Marburg/Maribor neben Graz eine zweite Großstadt gab und das Land zweisprachig deutsch-slowenisch war. Der Nationalismus der damaligen Zeit und die deutschnationale Vorherrschaft des Grazer Bürgertums wird damit angesprochen.


Die Ausstellung zeigt Exponate und viele Fotos zum allgegenwärtigen Militarismus vor allem in der Stadt Graz vor 1914 und dem Krieg ab 1914. Hier werden einzelne Soldaten thematisiert, die Dimension des Großen Kriegs bleibt dabei außen vor.


Das Bild zeigt Kinder, die in einer Kriegsschulküche 1917 ihre Frühstückssuppe erhalten. Die Verarmung und der Hunger der Menschen im Land wird angesprochen, aber auch hier fehlte mir ein wenig die Verdeutlichung der Dimension, mit der dies die Bevölkerung traf.


Ein großartig subversives Stück Spott, das den Hunger der Bevölkerung und die nutzlosen Lebensmittelkarten, für die man nichts kaufen konnte, anspricht.


Im Lagerland Steiermark waren 100.000 Menschen als Kriegsgefangene eingesperrt. Die von den k.u.k. Behörden durchgeführte Verschleppung und Zwangsinternierung von 30.000 ukrainischen Staatsbürgerinnen und Staatsbürgern der Habsburgermonarchie (Ruthenen) in Graz-Thalerhof, die pauschal als politisch unzuverlässig eingestuft worden waren, ist ein besonders dunkles Kapitel. Hier erfährt man in der Ausstellung viel zu wenig. Bis zum Winter 1914/15 wurden die Internierten auf offener Wiese, bei Wind, Regen und Schnee, gefangengehalten. Sie wurden gefoltert und geschlagen. Bis 1917 bestand das Lager. Über 2.000 Menschen starben dort, an Seuchen, unzureichender Versorgung und Gewalt der Wachen. Davon hätte ich hier etwas erwartet.



Der Erste Weltkrieg in Farbe
Fotografien aus der Sammlung Reinhard Schultz
Universalmuseum Joanneum, Museum im Palais (Palais Herberstein)
2.10.−31.12.2014


Eine Sonderausstellung zeigt Farbfotografien aus dem Ersten Weltkrieg. Besonders die exotischen Perspektiven sind interessant. Hier zur Unterstützung der britischen Kriegsanstrengungen eingesetzte chinesische Arbeiter in Ägypten 1918.


Der Krater nach einer der Explosion von 19 Minen, die am 7. Juni 1917 von britischen Soldaten in Westflandern unter den deutschen Stellungen gegraben und zur Explosion gebracht worden waren. Dabei wurden 10.000 Menschen umgebracht, darunter auf einen Schlag fast die gesamte 3. königlich bayerische Division. Es war eine der größten nicht-nuklearen Explosionen aller Zeiten.


Ein französischer Soldat.



Statussymbole
Universalmuseum Joanneum, Museum im Palais (Palais Herberstein)


In den Prunkräumen des im 18.Jh. barock umgebauten Adelspalasts Palais Herberstein werden Exponate der kunsthistorischen Sammlung des Universalmuseum Joanneum präsentiert. Von Herrschaftsinsignien wie dem Herzogshut der Steiermark über Waffen oder Mode des 18.Jh. bis hin zu einem Globus aus dem Jahr 1692. Die Beletage selbst mit der Prunkstiege ist allein für sich ebenfalls sehenswert. Das Palais war von 1742 bis 1928 im Besitz der Adelsfamilie Herberstein.




Sonntag, 14. September 2014

Wiener Neustadt im Ersten Weltkrieg, Stadtmuseum Wiener Neustadt

13.9.2014

Vor einem Fußballspiel wurde in Wiener Neustadt das Stadtmuseum besucht.




Für Kaiser und Vaterland? Wiener Neustadt im Ersten Weltkrieg
28. März 2014 bis 2. November 2014

Ziel war die aktuelle Sonderausstellung zur Geschichte der Stadt im Ersten Weltkrieg. Die Themenauswahl und die Texte der Ausstellung sind sehr gut, informativ und treffend geschrieben. Leider steht die Fülle und Qualität der Exponate demgegenüber zurück, was den Gesamteindruck trübt.


Die Menschen in den Städten litten Hunger während Staat und Wirtschaft auf das Kriegführen ausgerichtet waren. Bereits nach Kriegsbeginn führten Preissteigerungen von bis zu 300% für Lebensmittel zu Krawallen auf dem Hauptplatz, wie der Ausstellungstext informiert. Die Mangelwirtschaft wird etwa durch Lebensmittelkarten oder einem Plakat illustriert, das mit den Worten „Jeder Sammler hilft sich und dem Vaterlande“ zum Sammeln und Abliefern von Beeren im Wald auffordert.


Wiener Neustadt war eine hochindustrialisierte Stadt. Hier wurden in großen Fabriken unter anderem Lokomotiven und Flugzeuge gebauten. Das Umland war geprägt von Munitionsfabriken. Der interessanteste Teil der Ausstellung macht auf Sabotageaktionen vor allem ab 1916 aufmerksam, mit denen die rechtlosen Arbeiterinnen und Arbeiter in den Fabriken gegen den Krieg Widerstand leisteten: „Die Arbeiter und Arbeiterinnen versteckten Flugzettel in Munitionskisten. Das Pulver für Patronen wurde mit Sand gestreckt. Explosionen in den Rüstungswerken durch Saboteure waren kaum von tatsächlichen Arbeitsunfällen zu unterscheiden. In jedem Falle lähmten die Unglücksfälle die Produktion für einige Zeit.“


Das bedeutsamste Ereignis während des Ersten Weltkriegs war der von Wiener Neustadt ausgehende Jännerstreik. Nachdem den hungernden Arbeiterinnen und Arbeitern im Wiener Neustädter Daimler-Motorenwerk die Mehlration noch einmal halbiert wurde, traten sie in einen Streik, der immer weiter um sich griff und schließlich bis zu einer Million Streikende in der ganzen Habsburgermonarchie erfaßte. Er drückte das Elend, den Hunger, die Verzweiflung und die Wut der Menschen aus. Hier ein Bild von am Wiener Neustädter Hauptplatz versammelten Streikenden. Ich hatte mir hier zum Jännerstreik allerdings etwas mehr als einige Fotos von der Ausstellung erhofft.


„In der Gemeinderatssitzung vom 13. März 1917 bemerkte Bürgermeister Praschek, dass vor dem Krieg die Bevölkerungszahl etwa 33.000 Menschen betragen habe. Nun hielten sich, inklusive der in Baracken untergebrachten Personen und der anwesenden Militärpersonen, nahezu 70.000 Menschen in der Stadt auf.“ erzählt der Ausstellungstext. Die Wohnungsnot verschärfte die sozialen Konflikte.



Stadtmuseum Wiener Neustadt

Die Dauerausstellung führt durch die Stadtgeschichte. Wiener Neustadt wurde 1195 als Civitas Nova nach Plan angelegt und diente von Anfang an militärischen Zwecken. Dieses Modell zeigt die stark befestigte, von Wassergräben umgebene Stadt in mittelalterlicher Größe. Die heutigen Landmarks Burg (rechts unten), Hauptplatz (oben Mitte) und Dom (links oben) sind gut zu sehen.


Ein Wasserspeier aus Sandstein aus dem 13.Jh. von den abgetragenen alten Türmen des Doms. Aus dem Mund der Figur rann als Endpunkt einer Regenrinne das Regenwasser heraus.


Vieles in der Ausstellung widmet sich der kriegerischen Geschichte der Stadt, die qua Funktion als Bollwerk vor Wien oftmals im Zentrum blutiger Auseinandersetzungen stand. Das 20.Jh., man denke vor allem an den Zweiten Weltkrieg, wird aber nicht behandelt. Mehr sozialgeschichtliche Aspekte hätten auch nicht geschadet. Es soll aber eine neue Präsentation in Arbeit sein.


Im Untergeschoss gibt es eine Ur- und Frühgeschichtsabteilung mit antiken römischen Grabsteinen.


Das Museum liegt direkt an der mittelalterlichen Stadtmauer, im ehemaligen Kloster St. Peter an der Sperr aus dem 13.Jh., das Ende des 16.Jh. säkularisiert wurde.


Die ehemalige Klosterkirche St. Peter an der Sperr wurde ebenfalls im 13.Jh. errichtet. Sie wurde nach Beschädigung des Gewölbes durch das Erbeben von 1768 als religiöser Raum aufgegben und dient heute als Ausstellungssaal.




Wiener Neustadt

Kein Teil des Stadtmuseums, aber doch immer wieder markant ist der Reckturm, ein 1901 teilweise rekonstruierter Eckturm der Stadmauer, vermutlich in der Form, wie er Mitte des 15.Jh. aussah.

Sonntag, 20. Juli 2014

Salzburg und der Erste Weltkrieg, Salzburg Museum

19.7.2014

In der Stadt Salzburg wurde diesmal vor dem Fußballspiel das Salzburg Museum am Residenzplatz besucht, wo es derzeit eine Ausstellung zu Salzburg im Ersten Weltkrieg gibt.

Die Neue Residenz wurde ab 1588 am Residenzplatz neben dem Salzburger Dom als Schloß des Salzburger Fürsterzbischofs errichtet. Im Geist der italienischen Renaissance hieß es damals Palazzo Nuovo. Der markante Turm erhielt seine heutige Gestalt im Jahr 1701. Von 1786 bis 2005 diente das Gebäude Ämtern als Verwaltungssitz. Seit 2005 ist hier das Salzburg Museum untergebracht.




Krieg. Trauma. Kunst.
Salzburg und der Erste Weltkrieg


Salzburg Museum
Neue Residenz
9.5.2014 bis 27.9.2015








Die Ausstellung zeigte die Verarbeitung des Kriegs durch Kunstschaffende in Bild, Schrift und Ton, befaßt sich aber vor allem auch mit den Auswirkungen auf das Leben der Menschen in Salzburg. Die Erzählung reicht von der Kriegspropaganda und Schaffung von Feindbildern bis zur geschichtspolitisch prägenden Erinnerung durch Kinofilme der zweiten Hälfte des 20.Jh.


Zehntausende Männer, Frauen und Kinder in den Kriegsgebieten der Monarchie flüchteten vor den Kämpfen, sie wurden aber auch von Militär und Behörden massenhaft zwangsweise vertrieben − „evakuiert“ nannte man das. Ein Teil dieser Flüchtlinge, unter ihnen viele Jüdinnen und Juden, wurde in einem Lager in Grödig untergebracht, aber auch in privaten Unterkünften in Stadt und Land Salzburg.


In Grödig entstand ab Herbst 1914 entstand ein riesiger Lagerkomplex für 40.000 Kriegsgefangene und Flüchtlinge. Russische, serbische und italienische Kriegsgefangene wurden Arbeitskommandos zugeteilt und in Stadt und Land eingesetzt. Es herrschten Unterernährung, Seuchen und schlechte hygienische Verhältnisse. Die Gefangenen starben hier unter Obhut der k.u.k. Behörden zu tausenden.


Russische Kriegsgefangene in Salzburg-Nonntal bei Feldarbeit 1915/16.


Eine Ausgabe des Buchs Die letzten Tage der Menschheit von Karl Kraus, welches in vielen Szenen die Verrücktheiten des Krieges überdeutlich schildert. An anderer Stelle in der Ausstellung kann man Helmut Qualtinger daraus vorlesen hören.


Bereits in den ersten Tagen des Krieges im August 1914 erschossen österreichisch-ungarische Soldaten in der serbischen Stadt Šabac 121 Männer, Frauen und Kinder hinter der Dorfkirche. Zehntausende Unschuldige aus der lokalen Bevölkerung wurden an der Ost- und Südostfront kollektiv als Spione verdächtigt und verfolgt. Beweise brauchte es für eine Hinrichtung nicht, ein schneller Verdacht reichte. Die k.u.k.-Heeresverwaltung musste zusätzliche Henker in eigenen Hinrichtungskursen ausbilden, weil die Zahl der Exekutionen im Frontgebiet so groß war. Schätzungen gehen von bis zu 36.000 Hinrichtungen in den ersten Kriegsmonaten aus. Die zumeist Erhängten wurden öffentlich zur Schau gestellt und verhöhnt.


Am 25. Juli 1914 traten Notverordnungen in Kraft, die staatsbürgerliche Grundrechte massiv einschränkten und unter anderem das Verbot öffentlicher Versammlungen, die Zuständigkeit der Militärgerichte für politische Vergehen (darunter verstand man z. B. Kritik am Krieg und an der Monarchie) und Zensurmaßnahmen enthielten. Es war fortan ein „Leben in der Diktatur“, wie es der Ausstellungstext zutreffend nennt. Kriegswichtige Betriebe und deren Personal wurden unter militärische Leitung gestellt. Damit verbunden waren Verbote, den Arbeitsplatz frei zu wechseln oder den Betrieb (z. B. durch gewerkschaftliche Tätigkeit) zu stören. Ein Großteil der Kriegskosten wurde mittels Geldsammelaktionen und einschneidenden Sparmaßnahmen im zivilen Bereich aufgebracht. Es herrschte Hunger und Not.


Ein Sittenbild der k.u.k. Zeit: Der Salzburger Landesbeamte Eduard Rambousek unterschlug Unterstützungsgelder sowie für Flüchtlinge und Salzburger Familien vorgesehene Lebensmittel. Adelige und großbürgerliche Familien versorgte Rambousek mit Delikatessen. Als dies öffentlich wurde, kam es zu einer großen „Hungerdemonstration“ am 19. September 1918 am Mozartplatz.


Die Schrecken des Krieges, Ölbild von Karl Reisenbichler, um 1920. 350.000 Kriegswitwen und -waisen im heutigen Österreich verloren ihre Ehemänner und Väter. Kriegsheimkehrer fanden kaum mehr in den normalen Alltag zurück. Mehr als 100.000 Kriegsinvalide in Österreich wurden ausgegrenzt und konnten nur schwer Arbeit finden. Psychisch traumatisierte Soldaten galten als Simulanten.




Weitere Impressionen dieses Tages:

Im zweiten Stock der Neuen Residenz befinden sich die Prunkräume der Fürsterzbischöfe mit bunten Stuckdekordecken (1602).



Am Salzburger Residenzplatz inszenierten die Nazis am 30. April 1938 die einzige Bücherverbrennung in Österreich. 1200 Werke vor allem von jüdischen und katholisch-konservativen Schriftstellerinnen und Schriftstellern sowie von austrofaschistischen Politikern wurden von der Hitlerjugend öffentlich verbrannt. Eine Gedenktafel erinnert seit 2011 daran. In Deutschland hatten von März bis Oktober 1933 in 70 Städten (u.a. in Berlin) 93 Bücherverbrennungen stattgefunden.


Straßenszene